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Digitale Prüfungen

Umstellung auf di­gi­ta­le Prüfungen

Ja, die Co­ro­na-Epidemie-Hoch­schul­ver­ord­nung des Landes NRW erlaubt den Hoch­schu­len ausdrücklich, auf Beschluss des jeweiligen Prüfungsausschusses Online-Prüfungen durch­zu­führen (§6). So wer­den münd­li­che di­gi­ta­le Prüfungen an der TU Dort­mund bereits seit dem Som­mer­se­mes­ter 2020 er­folg­reich praktiziert. Aufgrund der geltenden Co­ro­na-Schutz­maß­nah­men wurden di­gi­ta­le Klausuren im Win­ter­se­mes­ter 2020/21 bevorzugt durch­ge­führt er­fol­gen auch im Som­mer­se­mes­ter 2021 zu weiten Teilen di­gi­tal. Die not­wen­dige Infrastruktur dafür bleibt komplett bestehen. Auf der Lernplattform Moodle finden Lehrende ein stetig wachsendes Angebot an Hilfe­stellungen.

Ja. Auf Basis der Co­ro­na-Epidemie-Hoch­schul­ver­ord­nung des Landes NRW hat die TU Dort­mund im Som­mer­se­mes­ter 2020 die Co­ro­na-Ordnung für den Studien- und Prü­fungs­be­trieb be­schlos­sen. Diese er­mög­licht den Wechsel der Prüfungsform, wenn eine Prüfung aufgrund der Co­ro­na-Schutz­maß­nah­men nicht oder nur unter erschwerten Be­din­gun­gen in der ursprünglich vorgesehenen Form durch­ge­führt wer­den kann. Der Prü­fungs­aus­schuss muss dies beschließen. Je nach Fach und Prüfungsstoff sind anstelle von Klausuren etwa münd­li­che Prüfungen, Haus­auf­gaben oder Hausarbeiten mög­lich. Wird die Prüfungsform geändert, so gilt dies einheitlich für alle teil­neh­men­den Stu­die­ren­den. Unbenommen davon sind Härtefälle oder der Nach­teils­aus­gleich für beeinträchtigte Stu­die­ren­de. An- und Abmeldefristen kön­nen sich mit der jeweils neuen Prüfungsform ändern.

Nein: Die Prüfungsform, die durch den Prü­fungs­aus­schuss festgelegt wurde, gilt. Es kön­nen aber Ausnahmen ge­macht wer­den. Wenn Stu­die­ren­de nachweislich nicht an der di­gi­ta­len Prüfung teilnehmen kön­nen (z.B. wegen fehlender technischer Aus­stat­tung, siehe unten), kann die Lehrperson eine Alternative festlegen.

Nein, für spätere Versuche muss die Entscheidung neu vom Prü­fungs­aus­schuss getroffen und begründet wer­den.

Im Prüfungsrecht ist für die Informationspflicht keine konkrete Frist genannt. Es wird empfohlen, dass Stu­die­ren­de, wenn dies organisatorisch mög­lich ist, spätestens 14 Tage vor der Prüfung informiert wer­den, wo und wie sie stattfindet oder ob sie ggf. ver­schoben wird.

Durchführung digitaler Prüfungen

Im Service­Portal stehen eine ausführliche Checkliste sowie ein Schaubild mit allgemeinen Hinweisen zu Online-Klausuren zur Ver­fü­gung.

Prüferinnen und Prüfer kön­nen anstelle einer schriftlichen Klausur in Präsenz ver­schie­de­ne di­gi­ta­le Alternativen wählen. Möglich sind bei­spiels­weise Klausuren in Moodle oder Open-Book-Klausuren zum Download und Upload innerhalb einer festgelegten zeitlichen Frist. Bei Open-Book-Klausuren ist die Aufgabenstellung so konzipiert, dass nicht nachschlagbares Wissen, sondern ein höheres Maß an Ver­ständ­nis im Mit­tel­punkt steht, weshalb Hilfsmittel erlaubt sind.

Möglich ist aber auch eine Hausaufgabe (Take Home Exam), bei der die Stu­die­ren­den innerhalb eines festgelegten Zeitraums eine Aus­ar­bei­tung zu einer komplexeren Problemstellung schreiben, oder der Wechsel zu münd­lichen Prüfungen. Prüfungen, die bisher schon mit EvaExam Online er­fol­gen, kön­nen auch weiterhin damit durch­ge­führt wer­den.

Ja: Die Lehrperson darf und muss überprüfen, ob die oder der Stu­die­ren­de tatsächlich die Person ist, die zur Teil­nah­me an der Prüfung durch An­mel­dung berechtigt ist. In beaufsichtigten Prüfungen kann das z.B. über die Videokonferenz er­fol­gen.

Die Lehrperson darf von den Stu­die­ren­den verlangen, ein Ausweisdokument (UniCard, Personalausweis oder anderer amtlicher Lichtbildausweis) in die Kamera zu halten.  Bei Prüfungen mit mehreren Teil­neh­men­den, z.B. di­gi­ta­len Klausuren oder anderen Gruppenprüfungen, muss bei der Identitätsfeststellung darauf geachtet wer­den, dass sie einzeln in ei­nem geschützten Be­reich der Videokonferenz erfolgt, bei­spiels­weise in ei­nem Breakout-Room. So wird vermieden, dass die übrigen Teil­neh­men­den per­sön­li­che Daten aus Dokumenten wie dem Personalausweis sehen kön­nen. Ebenso bleibt so ein erweiterter Einblick in die pri­va­ten Räum­lich­kei­ten geschützt, wenn – wie etwa bei münd­lichen Prüfungen üblich – eingangs auch der gesamte Raum einmal per Webcam gezeigt wer­den soll. Auf dem Ausweisdokument dürfen alle Angaben abgeklebt wer­den außer Vor- und Nachname sowie das Foto. Die Identitätsfeststellung kann aus zeitlichen Gründen auch parallel durch mehrere Aufsichtspersonen in mehreren Breakout-Räumen er­fol­gen.

Die Lehrenden kön­nen auch beschließen, dass die Identitätsprüfung über die Abgabe einer eidesstattlichen Erklärung erfolgt, in der die Stu­die­ren­den versichern, dass sie rechtmäßig an der Prüfung teilnehmen, sie eigenständig bearbeiten und prüfungsfähig sind.

Ja, das ist rechtlich zulässig und datenschutzseitig statthaft. Die Lehrperson darf Stu­die­ren­de per Video beaufsichtigen und sich vor der Prüfung auch einmal ihren Raum zei­gen lassen. Die Beobachtung ist nur aus einer Perspektive (also nicht mehr als einer Kamera) zulässig. Über die Breakout-Funktion in Zoom kann auch die Identitätsfeststellung er­fol­gen. Eine Aufzeichnung wäh­rend der Klausur oder die Nutzung KI-gestützter Software zur Videoüberwachung ist dagegen datenschutzrechtlich nicht erlaubt und durch die verfügbaren Systeme technisch auch nicht mög­lich. Es erfolgt auch keine Beobachtung der Bildschirme. Für Lehrende gibt es in ei­nem Moodle-Raum Hinweise und Tipps zur Organisation und Durchführung von di­gi­ta­len Klausuren.

Ja, Stu­die­ren­de dürfen zum Schutz der Privatsphäre auf eigenen Wunsch die Hintergrund-Funktion z.B. bei Zoom verwenden. Bei Verdacht auf Täuschung kön­nen die Prüferinnen und Prüfer eine Klärung in einer Breakout-Session einfordern, bei der das Hintergrundbild kurz ausgeblendet wird.

Digitale Prüfungen kön­nen über die be­ste­henden Systeme Moodle, Zoom und Webex er­fol­gen. Auch Sciebo und UniMail kön­nen eingesetzt wer­den. Bereits geschulte Lehr­kräf­te kön­nen zudem Eva Exam Online nut­zen. Kurzfristige Neuanschaffungen sind nicht geplant.

Viele Aufgaben kön­nen di­gi­tal bearbeitet und im Anschluss hoch­ge­la­den wer­den. Für die Bearbeitung oder Di­gi­ta­li­sie­rung kann die Installation bestimmter Programme (z.B. Scan-Apps oder PDF-Annotationssoftware) er­for­der­lich sein. Abgabeformate/Dateiformate müs­sen rechtzeitig geklärt sein. Aufgaben, die auf Papier bearbeitet wer­den, kön­nen mit dem Handy abfotografiert und hoch­ge­la­den wer­den. Lehrende kön­nen den Prüflingen zusätzlich alternative Mög­lich­keiten zur Abgabe ihrer Er­geb­nisse an­bie­ten, bei­spiels­weise per E-Mail. So kann auch eine rechtzeitige Abgabe der Er­geb­nisse sichergestellt wer­den, falls bei­spiels­weise tech­ni­sche Probleme bei Moodle auf­tre­ten sollten.

Stu­die­ren­de sind – wie bei analogen Prüfungen – dafür verantwortlich, dass ih­re Lö­sun­gen für die Prüferin oder den Prüfer leserlich ist. Das gilt auch für die Leserlichkeit von Scans.

Lehrende dürfen nicht verlangen, dass Stu­die­ren­de sich eine zusätzliche Aus­stat­tung für die Prüfung beschaffen. Es besteht zwar kein genereller Anspruch auf einen Prüfungsplatz auf dem Cam­pus oder auf eine alternative Prüfungsform, sollte ein Prüfling aber nicht über die erforderliche Aus­stat­tung verfügen, darf der oder die Prüfende im Einzelfall eine Ermessensentscheidung treffen und einen Raum zur Ver­fü­gung stellen. Der Anspruch auf Nach­teils­aus­gleich für beeinträchtigte Stu­die­ren­de bleibt unberührt. Allgemeine In­for­ma­ti­onen zum Nach­teils­aus­gleich finden Sie auf der Homepage des DoBuS.

Wenn nachweislich unverschuldet Probleme technischer Art eintreten, kann der zuständige Prü­fungs­aus­schuss den Sachverhalt prü­fen und bei­spiels­weise einen Wiederholungsversuch gewähren. Stu­die­ren­de sollten auftretende Stö­run­gen dokumentieren, zum Bei­spiel per Screenshot. Lehrende kön­nen den Prüflingen zusätzlich alternative Mög­lich­keiten zur Abgabe ihrer Er­geb­nisse an­bie­ten, bei­spiels­weise per E-Mail.

Stu­die­ren­de, die an einer di­gi­ta­len Prüfung teilnehmen, müs­sen eine Eigenständigkeitserklärung abgeben. Dafür wird im Moodle-Raum für Prüferinnen und Prüfer ein Textbaustein vom Prüfungsamt be­reit­ge­stellt.

Wie in der analogen Prüfung dürfen Täuschungsversuche im Verdachtsfall kontrolliert wer­den. Es ist also mög­lich, dass Lehrende Stu­die­ren­de wäh­rend der Prüfung in einen Breakout-Room bitten, um dort eine Kon­trol­le durch­zu­führen.

Ja, Lehrende dürfen Toilettengänge wäh­rend der Prüfung nicht untersagen. Wie auch bei Prüfungen vor Ort dürfen die Lehr­per­so­nen solche Prüfungsunterbrechungen aber dokumentieren.

Ja, auch bei der kurz­fris­ti­gen Umstellung von schriftlichen Klausuren in Präsenzform auf di­gi­ta­le Formate müs­sen chancengleiche Prüfungsbedingungen für Stu­die­ren­de mit Be­ein­träch­ti­gungen gewährleistet bleiben. Weitere In­for­ma­ti­onen zum Nach­teils­aus­gleich bei di­gi­ta­len Klausuren finden Sie auf der DoBuS-Website.

Sonstiges

Die Prüfungshoheit liegt in den Fa­kul­tä­ten. Deshalb sind die Prüfungsausschüsse in der TU-Co­ro­na-Ordnung als Entscheidungsinstanz benannt. Sie müs­sen den Wechsel der Prüfungsform (z.B. von Präsenz- zu digitaler Prüfung) freigeben, und sie ent­schei­den auch über Einsprüche.

Auf der Lernplattform Moodle finden Lehrende seit Mitte Januar ein stetig wachsendes Angebot an Hilfe­stellungen. Der Be­reich Hoch­schul­didak­tik im zhb kann Fragen zur Gestaltung von Open-Book-Klausuren be­ant­wor­ten. Im Service­Portal ist ein Leit­fa­den für Videoprüfungen verfügbar.

Anfahrt & Lageplan

Der Cam­pus der TU Dort­mund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dort­mund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dort­mund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Cam­pus Süd, die Abfahrt Dort­mund-Dorstfeld auf der A40 zum Cam­pus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Uni­ver­si­tät ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Cam­pus Nord, Vo­gel­pothsweg.

Direkt auf dem Cam­pus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dort­mund Uni­ver­si­tät“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dort­mund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duis­burg. Außerdem ist die Uni­ver­si­tät mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, au­ßer­dem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.

Zu den Wahrzeichen der TU Dort­mund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dort­mund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Cam­pus Süd und Dort­mund Uni­ver­si­tät S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Cam­pus Nord und Cam­pus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zu­rück.

Vom Flughafen Dort­mund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dort­mun­der Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Uni­ver­si­tät. Ein größeres Angebot an inter­natio­nalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Ki­lo­me­ter entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Uni­ver­si­tät zu erreichen ist.

Die Ein­rich­tun­gen der TU Dort­mund verteilen sich auf den größeren Cam­pus Nord und den kleineren Cam­pus Süd. Zu­dem befinden sich einige Bereiche der Hoch­schu­le im angrenzenden Technologiepark. Genauere In­for­ma­ti­onen kön­nen Sie den Lageplänen entnehmen.