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Hochschulrecht

Das Hochschulgesetz NRW wurde 2020 und 2021 so geändert, dass das Ministerium für Kultur und Wissenschaft per Rechtsverordnung Sonderregelungen für die Hochschulen zur Bewältigung der Pandemie erlassen kann. Die entsprechende Corona-Epidemie-Hochschulverordnung wurde erstmal am 15. April 2020 veröffentlicht und zuletzt am 28. März 2022 neu gefasst. Das Rektorat der TU Dortmund wiederum kann auf dieser Grundlage eine Corona-Ordnung erlassen. Die für das Sommersemester 2022 gültige Fassung wurde am 22. April 2022 verabschiedet.

Corona-Ordnung der TU Dortmund

Die vom Land NRW erlassene Corona-Epidemie-Hochschulverordnung hat das Rektorat dazu ermächtigt, im Benehmen mit den Fakultäten prüfungsrechtliche Regelungen zu erlassen, die die geltenden Prüfungsordnungen vorübergehend ergänzen oder ersetzen. So soll den verbliebenen Herausforderungen durch die Coronakrise begegnet werden. Angesichts der weitgehenden Rückkehr zum Regelbetrieb in Präsenz entfallen in der Neufassung der Corona-Ordnung der TU Dortmund für das Sommersemester 2022 einige der bisher geltenden Regelungen, wie etwa eine allgemeine Freiversuchsregelung oder die Erhöhung der individualisierten Regelstudienzeit.

Die in dieser Ordnung getroffenen Regelungen gelten vorrangig vor den Regelungen in den jeweiligen Prüfungsordnungen und Modulbeschreibungen (§ 2 Abs. 1). Für Bereiche des Studien- und Prüfungsbetriebs, die in dieser Ordnung nicht geregelt sind, können die jeweils zuständigen Prüfungsausschüsse ergänzende Regelungen unter Berücksichtigung der Anforderungen der Studiengänge und unter Beachtung des Gleichbehandlungsgrundsatzes erlassen (§ 14). Die aktuelle Corona-Ordnung der TU Dortmund gilt bis zum 30. September 2022.

Der Prüfungsausschuss kann abweichend von den Prüfungsordnungen Regelungen hinsichtlich der Voraussetzungen für die Wiederholung von Prüfungsleistungen beschließen (§ 7).

Präsenzprüfungen sind im Sommersemester 2022 wieder die Regel. Prüfungsleistungen können für den Geltungszeitraum dieser Ordnung auch in elektronischer Form oder in elektronischer Kommunikation durchgeführt werden, soweit dies in begründeten Fällen zweck- und verhältnismäßig ist (§ 6a). Zudem können Online-Prüfungen weiterhin durchgeführt werden, soweit die Prüfungsordnungen entsprechende Formate bereits vorgesehen haben.

Die Abmeldung und das Versäumnis von einer Prüfung richten sich nach den Regelungen der jeweiligen Prüfungsordnung (§ 8). 

Die Voraussetzungen für ein im Studiengang integriertes Auslandssemester, Praxissemester oder eine andere berufspraktische Studienphase können zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt werden. Zudem kann der Prüfungsausschuss über mögliche fachlich und inhaltlich angemessene Alternativen entscheiden (§ 11 Abs. 1). Können im Studienverlaufsplan vorgesehene Praktika derzeit nicht abgeleistet oder bereits begonnene Praktika nicht beendet werden, kann der Prüfungsausschuss über angemessene Ersatzleistungen entscheiden. Dabei sollen folgende Richtlinien gelten: Bei externen Praktika (außer Lehramt) reichen 75% der üblichen Leistungen für eine Anerkennung aus. Bei 50 bis 75% wird eine zusätzliche, vom Prüfungsausschuss festzulegende Ersatzleistung gefordert. Wurde weniger als die Hälfe erbracht, muss die Leistung wiederholt werden.

In § 11 Abs. 2 der Corona-Ordnung der TU Dortmund finden sich Regelungen für folgende Praxisphasen in den Lehramtsstudiengängen: das Berufsfeldpraktikum, das Eignungs- und Orientierungspraktikum sowie das Praxissemester. Weitere Regelungen betreffen die Ausgestaltung der Theorie-Praxis-Berichte bzw. der Theorie-Praxis-Reflexion. Details dazu erläutert das DoKoLL.

Bestehende Regelungen zum Nachteilsausgleich in den Prüfungsordnungen bleiben unberührt (§ 13). Insbesondere in Hinblick auf die SARS-CoV-2-Epidemie ist im Rahmen von Einzelfallentscheidungen im Sinne der Studierenden angemessen Rücksicht zu nehmen.

Corona-Epidemie-Hochschulverordnung des Landes NRW

Mit der vom Mi­nis­te­ri­um für Kultur und Wis­sen­schaft (MKW) erlassenen „Co­ro­na-Epidemie-Hoch­schul­ver­ord­nung“ soll es Hoch­schu­len und Stu­die­ren­den­schaft er­mög­licht wer­den, den He­raus­for­de­run­gen, die durch die SARS-CoV-2-Epidemie hinsichtlich Stu­di­um und Lehre ent­ste­hen und ent­stan­den sind, zu be­geg­nen. Dies betrifft unter an­de­rem Re­ge­lung­en zur Prä­senz­leh­re und zur Gremienarbeit sowie Flexibilisierungen im Prüfungswesen. Die aktuelle Fassung gilt bis zum 1. Oktober 2022.

Die Corona-Epidemie-Hochschulverordnung des Landes NRW sieht vor, dass die Lehre im Sommersemester 2022 „in der Regel“ in Präsenz stattfindet und nur in begründeten Ausnahmefällen durch digitale Angebote ersetzt werden darf. Die Verschiebung von Lehrveranstaltungen oder Teilen davon aus einem Semester in ein anderes sowie aus der Vorlesungszeit in davor oder danach liegende Zeiten ist zulässig (§ 8).

Die Sonderregelungen haben keine Auswirkungen auf die Akkreditierung der Studiengänge (§ 10). Der Akkreditierungsrat hat im September 2021 beschlossen, dass die Anzeigepflicht für wesentliche Änderungen bis zum 1. Oktober 2022 ausgesetzt bleibt.

Die individualisierte Regelstudienzeit wird für das Sommersemester 2022 nicht erhöht. Für alle im Sommersemester 2020 und/oder Wintersemester 2020/2021 und/oder Sommersemester 2021 und/oder im Wintersemester 2021/2022 eingeschriebenen Studierenden hat sich die individualisierte Regelstudien­zeit in der Vergangenheit um jeweils ein Semester erhöht.

Der oder die Vorsitzende eines Gremiums entscheidet, ob die Sitzung in physischer Anwesenheit, elektronisch oder in einer Mischform aus elektronischer und physischer Anwesenheit durchgeführt wird (§ 5 Abs. 5). Zudem ermöglicht die Rechtsverordnung, dass Beschlüsse im Umlaufverfahren gefasst werden. Über Beschlüsse, die andernfalls in öffentlicher Sitzung zu treffen gewesen wären, ist die Öffentlichkeit durch geeignete Maßnahmen zu informieren (§ 5 Abs. 2). Die Bild- und Tonübertragung öffentlicher Gremiensitzungen ist zulässig (§ 5 Abs. 6). Eine Handreichung zur digitalen Arbeit der Gremien steht im Service­Portal ebenso zur Verfügung wie die Allgemeine Verfahrensordnung für Gremien der TU Dortmund vom 30. März 2022. Letztere regelt auch Wahlen und ersetzt die entsprechende Ordnung vom 7. Januar 2022.

Anfahrt & Lageplan

Der Campus der TU Dortmund liegt in der Nähe des Autobahnkreuzes Dortmund West, wo die Sauerlandlinie A45 den Ruhrschnellweg B1/A40 kreuzt. Die Abfahrt Dortmund-Eichlinghofen auf der A45 führt zum Campus Süd, die Abfahrt Dortmund-Dorstfeld auf der A40 zum Campus-Nord. An beiden Ausfahrten ist die Universität ausgeschildert.
Für E-Autos gibt es eine Ladesäule am Campus Nord, Vogelpothsweg.

Direkt auf dem Campus Nord befindet sich die S-Bahn-Station „Dortmund Universität“. Von dort fährt die S-Bahn-Linie S1 im 20- oder 30-Minuten-Takt zum Hauptbahnhof Dortmund und in der Gegenrichtung zum Hauptbahnhof Düsseldorf über Bochum, Essen und Duisburg. Außerdem ist die Universität mit den Buslinien 445, 447 und 462 zu erreichen. Eine Fahrplanauskunft findet sich auf der Homepage des Verkehrsverbundes Rhein-Ruhr, außerdem bieten die DSW21 einen interaktiven Liniennetzplan an.

Zu den Wahrzeichen der TU Dortmund gehört die H-Bahn. Linie 1 verkehrt im 10-Minuten-Takt zwischen Dortmund Eichlinghofen und dem Technologiezentrum über Campus Süd und Dortmund Universität S, Linie 2 pendelt im 5-Minuten-Takt zwischen Campus Nord und Campus Süd. Diese Strecke legt sie in zwei Minuten zurück.

Vom Flughafen Dortmund aus gelangt man mit dem AirportExpress innerhalb von gut 20 Minuten zum Dortmunder Hauptbahnhof und von dort mit der S-Bahn zur Universität. Ein größeres Angebot an internationalen Flugverbindungen bietet der etwa 60 Kilometer entfernte Flughafen Düsseldorf, der direkt mit der S-Bahn vom Bahnhof der Universität zu erreichen ist.

Die Einrichtungen der TU Dortmund verteilen sich auf den größeren Campus Nord und den kleineren Campus Süd. Zudem befinden sich einige Bereiche der Hochschule im angrenzenden Technologiepark. Genauere Informationen können Sie den Lageplänen entnehmen.